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Autor: Nicole Hadasch

Die Hamster auf der Jagd

Es ist Mittwochabend und die Menschen machen sich bereit für den Einkauf am nächsten Tag, als würden sie in die Schlacht ziehen wollen. Bereits eine Stunde vor Eröffnung des Ladens hört man die quietschenden Reifen um die Ecke kommen. Sie kommen!!! Die vordersten Parkplätze wurden bereits von Menschen eingenommen. Wartend sitzen sie im Auto wie Raubtiere, die auf ihre Beute warten. Die Zeit tickt. Jeder schaut auf seine Uhr, als würde es kein Morgen geben. Licht geht im Eingangsbereich an und den Menschen strahlt nur noch der vorgestellte Weg zu den Klopapierrollen in die Augen. Die Tür öffnet sich und mehr und mehr sprinten zu den Einkaufswagen. Auf den Nebenmann wird nicht geachtet. So kann es auch mal vorkommen, dass man den ein oder anderen Ellenbogen abbekommt oder die Oma plötzlich zwischen den Menschen untertaucht und man nur noch ihre Hand zwischen den Köpfen der Menschen rausragen sieht. Das Ziel: mehr als die anderen zu bekommen. Die Mitarbeiterin kann sich gerade noch so voller Schweiß im Gesicht rechtzeitig in den Nebengang retten. Sonst hätte sie vielleicht der Herr mit seinem Wagen mitgerissen. Aber das scheint den Herrn nicht zu interessieren. Hauptsache er bekommt die meisten Rollen des Klopapiers ab, um diese dann in seinem Keller lagern zu können. Wie alle Trophäen, die man auch irgendwann mal haben wollte. Hauptsache Menschen mit Durchfall kommen nicht zu knapp, weil denen etwas Wichtiges fehlen würde, falls die Rollen schon im Morgengrauen mitgenommen wurden. Zehn Minuten später hört man nur noch das Geräusch der Kassen, wenn mal wieder die nächsten Verpackungen mit Klopapier durch die Scanner geschoben worden sind. Die Ersten hört man wieder davonfahren, als würden sie flüchten wollen. Ob es jetzt in den nächsten Laden geht, um die nächsten Rollen mitnehmen zu können?

Satire zum Thema „Konsumgier“
von Jonas A., 10G3

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Mein Veilchen

Wie die Jahreszeiten vergehen, so vergehst du.
An deinen Blättern klebt das Blut.
In mir wächst die stetig' Wut.
Warum vergehst du?

Deine Lippen jetzt so trocken,
Ich, bei dir am Boden hockend.
Kalte, harte, süße Trauer.
Ich werde diesen Tag bedauern.

Haben Worte noch einen Wert?
Wenn Schmerz das ist, das ewig währt?
Mein Veilchen,
Hingegeben, nun in Teilchen.

Zerlegt in mehr als Blatt und Blüte,
In meinem Herz' die Sehnsucht wütet.
Deine Wangen einst so rot,
Wie ich wünscht', du wärst nicht tot. 

Sarah U., 10G3

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Über das Dichten

Gedichte mögen manche mehr 
Und manche weniger
Einigen fällt es schwer
Andere sind kreativer

Beim Reimen finden Leute Spaß
Am besten draußen, auf dem Gras
Die Natur gibt einem erst den Flow
Mach mir dein Gedicht zur Modenschau

Die Kunst am Dichten ist zu denken
Drum will ich keine Zeit verschwenden
Zum Schluss wird's noch mal extrafein.
Wie gefällt dir dieser Reim?

Das Reimen, ja, liegt mir im Blut
Versteck dich nicht und hab mal Mut
Trag es vor, ruhig, ohne Bange
Sprich frei raus aus deiner Wange

Reim um Reim ergibt es Sinn
Ich find es ganz und gar nicht schlimm
Wunderbar hört es sich an
Wirst es dir selbst beweisen dann

Joel R., 10G3

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