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Eichendorffschule Kreativ Beiträge

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auf dem Weblog „Eichendorff Kreativ“!

Hier findet ihr geschriebene, getippte, gemalte, gezeichnete und gefilmte Produkte der Schüler und Schülerinnen der Eichendorffschule in Wolfsburg. Ihr könnt rechts in der Navigation eine Kategorie wählen oder euch die aktuellsten Artikel ansehen, scrollt dazu einfach weiter. Wenn euch ein Artikel oder ein Bild besonders gefällt, könnt ihr auch gern einen Kommentar da lassen!

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das Kreativ-Team der Eichendorffschule Wolfsburg

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Eine aufregende Reise  

Kapitel 1: Schnacki allein zu Haus 

Eines schönen Morgens wachte Schnacki, ein kleines Schnabeltier, in seinem weichen Seegrasbett auf und hörte kurze Zeit später ein lautes Poltern. Schnell stand er auf, schwamm in die Küche und erwischte seine Eltern noch beim Geschenke einpacken. Schnacki wusste, was es damit auf sich hatte. Es ging um ein Fest, wo sich alle größeren Meeresbewohner versammelten, um sich kennen zu lernen. Dieses Fest gab es nur einmal im Jahr und war deshalb etwas ganz Besonderes! Zum Schluss wurde immer ein großes Feuerwerk über Wasser veranstaltet, worauf sich jeder am meisten freute. „Warum darf ich denn nicht mitkommen?“, nörgelte er beleidigt. „Das ist ein zu gefährlicher Weg für dich. Den wirst du nicht überleben!“, antwortete sein Vater streng. „Dein Vater hat Recht, Schnackilein. Du bist noch zu klein dafür. Deswegen haben wir beschlossen, dass du lieber zu Hause bleibst. Vielleicht kannst du nächstes Jahr mit, wenn du ein bisschen größer und älter bist. Und jetzt quengle nicht!“, ermahnte ihn seine Mutter und drückte ihn zum Abschied ganz fest. Auf diese Weise verschwanden seine Eltern und ließen den armen Schnacki allein zu Haus. „Aber…“, wollte er noch erwähnen, doch da waren sie schon weg. Schnell schwamm er zum Höhleneingang und sah seine Eltern wegschwimmen. „Mamaaa, Papaaa, wartet auf mich!“, doch sie hörten ihn nicht mehr, „So ein Mist! Jetzt sind sie weg!“ Dann schwamm er zu einem Baumstamm, der im Wasser lag, und guckte drüber hinweg. Von dort aus sah er, dass sich auf einmal andere Meeresbewohner den beiden anschlossen. All das konnte sich Schnacki nicht weiter mit ansehen. „Die dürfen mit, aber ich nicht?! Das ist ja total unfair!“, rief er. 

Kapitel 2: Ein fast unlösbarer Wirrwarr 

Dann dachte er darüber nach, was er machen sollte. Schon nach kurzer Zeit stand fest: Er musste seinen Eltern hinterher. Er schwamm erneut in die Küche und packte nur die Sachen ein, die er wirklich brauchte, denn sein Rucksack sollte nicht zu schwer werden, damit er noch schnell genug schwimmen konnte. Er schwamm raus und glitt ins Wasser. Er sah seine Eltern noch um die Ecke schwimmen und schwamm ihnen, ohne zuvor nachzudenken, hinterher. Um die Ecke herum, sah er ein riesiges, pinkes Korallenriff. „Oh nein! Mama und Papa sind da drinnen, wo ich sie niemals wiederfinde!“, dachte Schnacki erschrocken. Die großen Korallen mochte er noch nie. Dazwischen war es dunkel und er hatte sogar gehört, dass einige um sich schlagen konnten oder man sich an einigen verbrennen konnte. Er schwamm noch mal kurz herum, um irgendjemanden zu finden, der ihm helfen konnte, seine Eltern wieder zu finden. Er suchte hinter Felsen, kleinen Sandbergen und er wagte sich sogar an kleinere Korallen heran. Als er völlig erschöpft wieder vor dem riesigen Korallenriff war, hatte er niemanden gefunden. Der Ozean war wie leergefegt. „Die ganze Arbeit war umsonst. Wie soll ich sie denn jetzt wiederfinden?! Das Riff ist zu groß und ich bin zu klein“, schniefte Schnacki. „Was habe ich mir nur dabei gedacht? Es war eine schlechte Idee mitzukommen.“ Schnacki überlegte, ob er nun zurückschwimmen oder weiter schwimmen sollte. Nach kurzem Überlegen stand fest: Er musste weiter schwimmen! Er hatte es so weit geschafft, jetzt würde er auch diesen Teil angehen, schließlich wollte er ein großes und mutiges Schnabeltier sein! Er schwamm an der einen Seite des Riffes lang, um zu gucken, ob es irgendwo einen Eingang gäbe. An einer Stelle war das Korallenriff ein bisschen eingedrückt. „Da könnten Mama und Papa mit ihren Freunden durchgeschwommen sein, sonst wären die Korallen hier nicht so eingedrückt,“ dachte Schnacki. „Aber was könnte kommen, wenn das der falsche Weg ist? Na ja, was soll‘s? Wird schon schief geh’n.“ Ihm war aber ein bisschen mulmig. Trotzdem schwamm Schnacki mutig durch die kaputten Korallen. Im Korallenriff war es finster. Nur ein paar Sonnenstrahlen schafften es durch das Riff bis zu dem Punkt, an dem Schnacki gerade schwamm. „Das ist so dunkel hier drin“, sagte Schnacki verängstigt. „Ich habe Angst. Hallo? Ist hier jemand?“, fragte er ganz leise, aber weil die Korallen sich über ihm zusammenschlossen, hallte es ziemlich laut. „Hallo? Ist hier jemand?“, schallte es zurück. Schnacki wollte um Hilfe rufen, doch dann wüsste derjenige ja, dass er hier ist. Deswegen schwamm er tiefer in die Korallen. Je tiefer er kam, desto dunkler wurde es. Als er völlig außer Puste endlich anhielt, überlegte er, vor was er gerade weggeschwommen sein könnte. War es vielleicht ein Hai gewesen? Doch da ging ihm ein Licht auf: Es war das Echo seines Rufes gewesen. „Wie konnte ich das nur vergessen? Ich bin echtes Dummtier!“, lachte Schnacki, aber nicht zu laut, falls doch noch irgendein anderes Meerestier in der Nähe war. Nach kurzer Zeit hatte er sich wieder beruhigt und wollte nun zum Pfad zurück. Doch wo war der hin? Er war in der Aufregung so schnell geschwommen, dass er sich den Weg nicht gemerkt hatte. „So ein Mist! Nun muss ich den Weg wohl erraten, oder wie?“, sagte er ärgerlich über sich selbst. Jetzt musste er erst mal nachdenken. Fast überall hatten die Korallen sich wieder zusammengeschlossen, außer an einer Stelle. Dort waren sie runter gedrückt. „Das war der Weg, den ich gekommen bin!“, rief Schnacki erleichtert. Dann schwamm er den schmalen Weg weiter, bis er Licht sah. „Jippy, ich habe den Weg gefunden!“, rief Schnacki erfreut. „Jetzt ist nur die Frage, von welcher Seite ich gekommen bin.“ Er schwamm ein bisschen in den Gang, der links von ihm war. „Ach ja, hier bin ich hergekommen. Dann muss ich jetzt dort lang.“, freute er sich. Er drehte um und schwamm nun endlich in die richtige Richtung. Diese Strecke dauerte lange. Schnacki schwamm, schwamm und schwamm. Endlich sah er wieder Licht. Mehrere Sonnenstrahlen waren am Ende zu sehen. Er wandte seine ganze Kraft auf, um ans Ende des Riffes zu kommen. Das Ende kam immer näher und dann war es endlich da. 

Kapitel 3: Ein großes Labyrinth  

 Die Lichtstrahlen blendeten Schnacki, als er aus dem Riff heraus schwamm. Aber das spielte jetzt erst mal keine Rolle. Jetzt musste er sich beeilen, um seinen Eltern weiter zu folgen. „Wo könnten sie sein?“, überlegte er. Huch, was war denn das? Da waren doch gerade ihm bekannte Flossen hinter einem anderen Riff verschwunden. „Das waren sicher meine Eltern!“, dachte Schnacki noch erfreut. Doch dann kam ihm ein schlechter Gedanke: „Noch ein Riff?! Das ist blöd! Ich habe keine Lust, noch mal durch so ein Wirrwarr zu irren.“ Doch als er um das Riff schwamm, sah er etwas, was er nie im Leben erwartet, hätte: Ein riesiges Schiffswrack. Es lag auf dem Grund des Meeres zwischen Felsen, die riesig und unüberwindbar aussahen. Über die Felsen kam er definitiv nicht, an einigen Stellen stiegen aus den Felsen sogar gefährlich aussehende Blasen, er musste also- ob er wollte oder nicht- durch das Wrack. Schnacki stand der Schnabel offen. Er schwamm näher heran und guckte durch ein kleines Loch im Wrack. „Was sich da wohl drinnen verbirgt?“, fragte Schnacki sich selbst. „Wenn ich hier noch länger dumm rumhänge, werde ich es nie erfahren! Mama und Papa müssen auch hier durch sein, dann werde ich es wohl erstrecht schaffen!“, meckerte er über sich selbst. Also versuchte er, sich durch das Loch zu zwängen. Endlich war er drinnen angelangt. Es war stockdunkel. Langsam schwamm er voran, obwohl er sich überhaupt nicht sicher war, wo sich das nächste Hindernis befand. Auf einmal wurde sein Schnabel plattgedrückt. „Da war wohl eine Wand im Weg gewesen“, meckerte er das Teil vor sich an. „Fettes Ding du!“ Dann wechselte er die Richtung und stieß gegen noch etwas anderes. Dieses andere sagte: „Autsch, wer war das? Als erstes hat irgendein Dummkopf hier ein Netz angeschleppt und jetzt werde ich auch noch als Polster benutzt! Welcher Blödmann hat hier schon wieder keine Augen im Kopf? Da kann meine Oma besser ausweichen!“ Schnacki fühlte sich beleidigt und raunte zurück: „Du warst wahrscheinlich derjenige, der keine Lampen angebaut hat! Da bist du dran schuld!“ So beklagten sie sich. Am Ende waren beide heiser. Mit leiser Stimme fragte Schnacki: „Wer bist du eigentlich?“ „Ich? Ich bin eine Schildkröte, siehst du das nicht?“, fragte die Schildkröte. „Nein, du hast hier ja keine Lampen angebaut!“, meckerte er zurück. „Jetzt lass doch endlich mal das Thema mit den Lampen!“, meckerte die Schildkröte. „Und wie heißt du?“, hakte Schnacki nach. „Ich habe noch keinen Namen.“, sagte die Schildkröte und wirkte dabei fast ein bisschen traurig. „Wie wäre es mit… Schnuckiline!“, war die erste Idee von Schnacki. „Nein, ist mir zu lang.“, entgegnete die Schildkröte. „Dann halt Schnuckchen!“, schlug Schnacki danach vor. „Das ist der beste Name, den ich je gehört habe.“, rief die Schildkröte Schnuckchen erfreut. „Aber, wer bist du denn eigentlich?“, war ihre Gegenfrage. „Ich bin Schnacki, ein junges Schnabeltier“, antwortete der. „Das mit dem Schnabeltier hättest du nicht sagen müssen, das hätte ich auch so gesehen“, meckerte Schnuckchen. „Aber wie kannst du ohne Licht sehen?“, fragte Schnacki, um wieder auf das Thema mit den Lampen einzugehen. „Och ne!“, meckerte Schnuckchen ihn erneut an, „Ich dachte, wir hätten das Thema mit Lampen jetzt abgeschlossen!“ „Okay, hören wir damit auf. Können wir stattdessen Freunde sein?“, entschied sich Schnacki. „Von mir aus“, antwortete Schnuckchen, „Aber dann musst du mich bitte befreien, denn ich hänge in einem Netz fest! Manchmal werfen Zweibeiner solch‘ gefährliche Dinge ins Wasser!“ „Na klar“, sagte Schnacki und fing gleich an, Schnuckchen zu befreien. Als er fertig war, fragte Schnacki: „Weißt du zufällig, wie man hier durch dieses Wrack schwimmen soll? Diese Blasen spuckenden Berge drumherum sahen nicht sehr ansprechend aus!“ „Ja, ich weiß, wie es hier durch geht, ganz einfach. Als ich mich hier im Netz verheddert habe, war es bestimmt das zehnte Mal, dass ich hier durchschwimmen wollte“, antwortete Schnuckchen, „Ich kenne das Schiffswrack in und auswendig. Ich könnte hier drinnen sogar im Schlaf schwimmen!“ „Kleiner Angeber!“, meckerte Schnacki ganz leise. „Was habe ich da gehört?“, fragte Schnuckchen ein bisschen beleidigt darüber, was sie gerade gehört hatte. „Nichts, nichts!“, sagte Schnacki schnell. „Bist du dir da ganz sicher?“, hakte Schnuckchen nach und klang immer noch beleidigt. „Wirklich, ganz, ganz sicher!“, beharrte Schnacki. „Okay, schwamm drüber“, sagte Schnuckchen, „Soll ich dir nun den Weg zeigen oder nicht?“ „Auf jeden Fall! Jemanden, der hier schon fast zehn Mal durchgeschwommen ist, kann ich doch nicht einfach wieder gehen lassen! Einen besseren hätte ich wahrscheinlich nie gefunden!“, sagte Schnacki bewundernd, „Also, wo geht’s lang?“ „Ich zeige dir den Weg, aber du musst mir dafür folgen.“, antwortete Schnuckchen. „Aber wie soll ich das machen, wenn ich dich hier nicht sehen kann?“, fragte Schnacki verängstigt. „Hmm?“, überlegte Schnuckchen, „Ich hab’s: Wir müssen erst mal wieder dorthin zurück, wo du gerade reingekommen bist und uns eine Muschel suchen, in der eine leuchtende Perle versteckt ist. Solche sind selten, aber ich habe hier schon mal welche gefunden. Ein paar werden sicher noch hier sein.“ „Super Idee!“, rief Schnacki erfreut. Also schwammen sie aus dem Schiffswrack heraus und suchten den Meeres Boden ab. „Ich habe eine!“, rief Schnacki. Schnell kam Schnuckchen zu ihm und holte die besondere Perle heraus. „Super, jetzt kannst du mich sehen und unser Weg kann los gehen.“ Schnell ging es wieder zurück zum gesunkenen Schiff. Vorsichtig schwamm Schnuckchen mit der Perle hinein und fragte: „Kannst du mich sehen?“ „Ja, die Perle erleuchtet den ganzen Raum!“, antwortete Schnacki von außerhalb des Wracks und schwamm ebenfalls hinein. Als erstes ging es nach rechts, dann nach links und erneut nach rechts. Ein paar mal stieß er mit seinem Schnabel gegen eine Wand, doch langsam konnte er sich immer besser orientieren. Es ging durch verschiedene Räume, in denen Gegenstände waren, die die Freunde aus ihrer Welt nicht kannten. „Da ist der Ausgang!“, rief Schnacki nach kurzer Zeit. Schnuckchen war ganz schön schnell geschwommen, weshalb sie bereits jetzt am Ende angelangt waren. 

Kapitel 4: Als Futter ausgesucht 

„Danke“, sagte Schnacki, „Ich muss jetzt weiter. Tschüss!“ „Hey, warte mal!“, rief Schnuckchen ihm hinterher. „Was ist denn?“, fragte Schnacki und drehte sich um. „Wo willst du denn eigentlich hin?“, fragte Schnuckchen. „Ich möchte meinen Eltern hinterher. Die wollen auf das große Fest.“, antwortete Schnacki. „Aber das hier ist nicht der Weg zu dem Ort, wo das große Fest stattfindet“, belehrt ihn Schnuckchen noch. „Aber meine Eltern sind doch auch hier lang geschwommen“, entgegnete Schnacki verdutzt. „Ich habe ihre Flossen hinter einem Felsen gesehen!“ „Na ja, egal. Von hier aus gibt es auch einen Weg zum Fest. Den weiß ich aber nicht so genau. Ach so, was ich eigentlich fragen wollte, darf ich mitkommen?“, fragte Schnuckchen. „Na klar!“, rief Schnacki sofort, „Wo geht’s denn lang?“ „Da lang!“, sagte Schnuckchen und zeigte hinter einen Felsen. „Waren da nicht gerade wieder die beiden Flossen verschwunden, denen ich zuvor auch gefolgt bin?“, fragte sich Schnacki. Sie schwammen um den Felsen herum und sahen das Vorderteil, das zu den Flossen gehörte: Es waren riesige Mäuler zweier großer Haie, also definitiv die falschen Flossen. Aber da war doch noch ein anderer Hai: Ein kleinerer in ihrem Alter. „Och ne, nicht der!“, rief Schnacki erschrocken. Ihm schoss sofort ein Name durch den Kopf: Sharky! Seine Eltern waren gefürchtete Räuber und er wahrscheinlich genau so gefährlich. Auf einmal drehte Sharky sich um und sah die beiden kleinen Verfolger. „Mama, Papa, guckt mal, wir haben ein zwei Spione hinter uns!“, sagte Sharky angriffslustig. Auf einem Schlag drehten sich beide Eltern um und machten sofort Jagd auf Schnacki und Schnuckchen. Es ging an Korallenriffen vorbei, an Steinen entlang und noch mehr. Dann wurde es Schnacki zu viel und er rief: „Du gefährlicher Räuber!“ Darauf erwiderte Sharky: „Eigentlich esse ich gar kein Fleisch. Fleisch schmeckt eklig. Ich bin ein Vegetarier. Aber ich spiele gerne fangen.“ Schnacki und Schnuckchen konnten es nicht glaube n. „Ein Hai, der Vegetarier ist? So was kann es doch nicht geben!“, meckerte Schnuckchen. „Bist du denn völlig übergeschnappt? Ist doch gut, so frisst er uns wenigstens nicht auf!“, entgegnete Schnacki. „Sharky, du sollst davon doch nichts erzählen!“, meckerte sein strenger Vater. Auch seine Mutter hörte mit der Jagd auf Schnuckchen auf: „Dein Papa hat recht. Du bist manchmal ganz schön unartig.“ Schnuckchen nutzte die Gelegenheit und suchte ein Versteck auf. Jetzt war Schnacki allein vor den Tieren mit den riesigen Mäulern. Ihm war mulmig zumute. „Wo könnte sich Schnuckchen bloß versteckt haben?“, dachte er. „Jetzt stehe ich allein vor den gefährlichen Haien. Vielleicht war es doch eine schlechte Idee, meinen Eltern folgen zu wollen.“ Da winkte Schnuckchen Schnacki zu sich hinter einen Felsen. Als er da war, legte sie ihm eine, ihrer vier kleinen Flossen auf die Schulter und sagte ermutigend: „Wir schaffen das! Aber nur gemeinsam! Allein kann es keiner von uns, aber zusammen kriegen wir das hin!“ Diese aufmunternden Worte halfen ihm ein bisschen und Schnacki versuchte zu lächeln. Gerade als Schnuckchen zu Ende geredet hatte, entdeckte sie Sharky und rief: „Hey, ihr braucht euch nicht mehr verstecken. Ich habe meinen Eltern erklärt, dass sie euch nicht fressen sollen.“ Schnuckchen und Schnacki wechselten Blicke. Dann kamen sie Vorsichtig hinter ihrem Felsen hervor. Da begann Sharky schon wieder: „Wenn ihr wollt, können wir gerne Freunde sein. Ich werde auch in Zukunft netter zu euch sein.“ „Okay, von mir aus“, sagte Schnacki zögerlich. „Wollen wir dann noch ein bisschen zusammen toben und fangen spielen?“, fragte Sharky. „Nein, das geht leider nicht“, entgegnete Schnuckchen, „Wir haben es eilig und müssen dringend weiter.“ Sie wollten gerade weiterschwimmen, da fragte Sharky: „Wohin wollt ihr denn eigentlich?“ Schnacki drehte sich um und antwortete: „Wir wollen zum großen Fest der Meerestiere.“ „Cool!“, rief Sharky, „Dann treffen wir uns später dort!“ „Das ist eine super Idee!“, sagte Schnuckchen erfreut, „Dort haben wir dann auch Zeit zum Spielen!“ „Aber wir müssen erst mal schaffen, dass sich unsere Eltern mit denen von Sharky vertragen“, sagte Schnacki leise zu Schnuckchen. „Ach, wird schon schief gehen“, antwortete Schnuckchen. Doch dann war es Zeit für den Abschied. Schnacki und Schnuckchen mussten sich wieder auf den Weg machen. „Tschüß!“, riefen Schnacki und Schnuckchen gleichzeitig. „Tschüß!“, rief dann auch die Haifamilie. Dann schwammen sie weiter und ließen sie die Haie schon nach kurzer Zeit hinter sich… 

Kapitel 5: Gestrandet auf einem Schiff 

 „Puh, endlich sind wir die Haie los!“, sagte Schnuckchen noch erfreut. Doch dann hörten sie ein lautes Rattern, ein Poltern und Knattern. Ängstlich wagten sie einen Blick nach oben. Dort war ein riesiger Schatten aufgetaucht. Er fuhr knatternd über den Köpfen der beiden Freunde hinweg. Auf einmal schoss etwas Gelbes hinab! Es war ein Fischernetz! Es glitt direkt unter ihnen noch viel weiter in die Tiefe. Erst jetzt sahen die beiden Freunde, dass ein ganzer Fischschwarm unter ihnen war. Das Netz schloss sich und wurde wieder hochgezogen. Dabei wurde es immer enger. Auf einmal gab es einen Ruck und das Netz lag schlapp auf dem Boden des Fischerbootes. „Das war ja wieder mal ein großartiger Fang!“, jubelte ein Zweibeiner. „Aber guck mal!“, sagte ein anderer, „Wir haben zusätzlich zu den Fischen noch ein Schnabeltier und eine kleine Schildkröte gefangen. Die lassen wir wieder frei, oder?“ Diesen Vorschlag fand Schnacki gut und wedelte zustimmend mit den Flossen. „Nein! Die behalten wir hier!“, entgegnete der größere Zweibeiner. Das fand Schnacki überhaupt nicht gut und versuchte deshalb mit seinem Schnabel nach ihm zu hauen, mit Erfolg! „Aua! Dieses Mistvieh hat mich gehauen!“, schrie er. „Lassen wir sie nun doch frei?“, fragte der andere und kleinere Zweibeiner. „Ich glaub schon“, antwortete der andere, grinste dabei aber merkwürdig. Er hielt sich noch immer das Bein, das Schnacki mit dem Schnabel erwischt hatte. Dann kamen noch mehr Zweibeiner und packten die Fische in Kisten. Als jeder ein paar Fische in einem Eimer transportierte, sah Schnacki ein junges, kleines Mädchen, das langsam und vorsichtig auf sie zukam. Schnacki stupste Schnuckchen an, die neben ihm lag und die Ferne starrte. „Was ist denn?“, fragte diese. „Guck mal“, sagte Schnacki. „Das Mädchen dort. Es kommt auf uns zu.“ Sie war nun schon fast bei ihnen, doch da ertönte eine Männerstimme: „Hermine! Was machst du da?“ „Papa! Ich wollte nur…“, stammelte das kleine Mädchen, doch weiter kam sie nicht, denn ihr Vater stand schon vor ihr. „Du vergreifst dich nicht an unserem Fang, verstanden?“, rief er mürrisch zu seiner Tochter. „Ja Papa“, sagte sie bedröppelt. Hermine wollte gerade gehen, da stupste Schnuckchen sie mit einer ihrer kleinen Flossen an. Verwundert drehte sie sich um. Die beiden Freunde lächelten das kleine Mädchen an und sie zurück. Dann ging sie mit einem guten Gefühl wieder weg. Als ihr Vater sie nicht mehr sehen konnte, rief er der Crew zu: „Los, wir müssen diese Viecher irgendwo verstecken, damit sie niemand findet!“ Schon kamen die anderen Männer und überlegten, wo sie Schnacki und Schnuckchen verstecken könnten. Bei dem Gedanken, dass sie das Wasser vielleicht nie wieder sehen würden, wurde Schnacki mulmig zumute. Doch da entdeckte er wieder Hermine, die sich hinter ein paar Fässern versteckt hatte und heimlich mithörte. „Hoffentlich entdeckt sie ihr Vater oder jemand anders von der Crew nicht!“, dachte er. Doch da spürte er auf einmal einen Ruck! Er wurde angehoben und irgendwo hineingesteckt. Was es war, konnte er nicht sehen. Schnacki wusste nur, dass es verschlossen war, denn es war stockdunkel. Doch wo war Schnuckchen? Er versuchte in der Dunkelheit etwas zu erkennen, doch es war sinnlos. Da, etwas Hartes. War es vielleicht Schnuckchens Panzer gewesen? „Schnuckchen? Hallo, hörst du mich?“, fraget er in die Dunkelheit. „Ich bin hier!“, kam es von der anderen Seite zurück. „Komm mal her!“, rief Schnacki. „Schon unterwegs!“, kam wieder Schnuckchens Stimme. „Da bin ich schon!“, sagte sie nach kurzer Zeit. „Weißt du, was das hier ist?“, fragte Schnacki erleichtert darüber, dass er nicht allein in diesem komischen Ding lag. „Ich glaube das ist ein altes Fass“, antwortete Schnuckchen. „Warum bin ich jetzt eigentlich so müde?“, fragte sie noch. „Ich glaube, es wird Nacht“, sagte Schnacki ebenfalls müde zu ihr. Ihnen wollten gerade die Augen zufallen, als sie ein Geräusch wahrnahmen. Kurz danach war das Fass wieder offen und ein Mädchengesicht guckte herein. „Hallo, ich will euch helfen, dass ihr hier wieder rauskommt“, flüsterte sie. Schnacki und Schnuckchen freuten sich, denn sie brauchten endlich wieder Wasser um die Flossen herum. Sie stießen sich mit ihren Flossen ab und robbten zu dem kleinen Mädchen, das sie auf den Arm nahm und an den Bug des Schiffes brachte. Als Schnacki das Wasser sah, hatte er richtig Lust, mit Schnuckchen im Wasser rumzutollen. „Wollt ihr reinspringen oder soll ich euch ins Wasser gleiten lassen?“, fragte Hermine sanft. Die beiden Freunde nickten sich zu und sprangen gleichzeitig ins Wasser. Als sie drinnen waren, winkten sie dem Mädchen noch zum Abschied zu. Dann entfernten sie sich vom Schiff und waren überglücklich, im Wasser sein und toben zu können.  

Kapitel 6: Eine großartige Überraschung 

Schnacki und Schnuckchen schwammen eine Weile geradeaus, ohne genau zu wissen, wo sie sich befanden. „Sag mal, wo sind wir denn jetzt eigentlich?“, fragte Schnuckchen. „Ich hätte gedacht, du weißt das, als guter Kenner des Meeres“, antwortete Schnacki. „Ich habe mich auf dich verlassen! Du wusstest doch den Weg, oder etwa nicht?“, kam es weder mürrisch von ihr. Doch weiter streiten konnten sie nicht, denn auf einmal ertönte laute Partymusik und es blinkten viele bunte Lichter auf. „Sag mal, könnte es sein, dass wir deine Eltern hier gerade direkt vor uns haben?“, fragte Schnuckchen hoffend, dass diese lange und anstrenge Reise endlich zu Ende war. „Ich glaube schon!“, rief Schnacki und konnte sich vor lauter Freude nicht mehr halten. Er schwamm den lauten Geräuschen hinterher und sah sich in kurzer Zeit vor seinen Eltern, die ihn erfreut anstarrten. „Was machst du denn hier?“, fragten sie ganz verblüfft. „Ich bin euch hinterher geschwommen!“, antwortete Schnacki stolz. Ich wollte doch auch auf das Fest!“ „Sieh mal, da ist auch noch Sharky!“, platzte Schnuckchen dazwischen. „Ja, er winkt uns zu, aber seine Eltern lassen ihn nicht zu uns!“, sagte nun auch Schnacki. „Ist ja auch egal. Wir können uns auch so noch treffen und seine Eltern werden sich sicher nicht mit meinen verstehen“, wandte er noch ein. Doch da lächelten ihn seine Eltern an. „Wir sind stolz auf dich!“, sagten sie dann, „Einen so großen Jungen, der sich allein an so eine beschwerliche Reise macht, vor dem sollte man echt Respekt haben.“ Da meldete sich Schnuckchen zu Wort: „Alleine?! Hey, ich war auch noch dabei!“ „Und wer ist das?“, fragte Schnackis Vater. „Das ist meine Freundin Schnuckchen, sie hat mich seit dem Schiffswrack begleitet“, antwortete Schnacki mit Blick auf Schnuckchen. „Seit…was?“, fragte seine Mutter. „Das ist eine lange Geschichte!“, schwärmte Schnacki. „Die erzählst du uns auf jeden Fall, wenn wir zu Hause sind!“, sagte Schnackis Mutter. „Du warst großartig, Schnacki!“, lobte ihn sein Vater. „Und du natürlich auch!“, fügte seine Mutter noch zu Schnuckchen hinzu. „So, wir schwimmen jetzt aber mal schnell wieder nach Hause“, sagte Schnackis Vater. „Kann Schnuckchen bei uns übernachten?“, fragte Schnacki hoffnungsvoll. „Na klar! Du hast doch keine Eltern mehr, oder?“, fragte seine Mutter liebevoll. „Nein, leider nicht“, antwortete Schnuckchen traurig. „Supi, dann wäre ja alles geklärt!“, rief Schnacki übermütig. Und mit den Gedanken schwammen sie fröhlich wieder nach Hause zurück. Diesmal aber einen anderen Weg. Schnackis Eltern zeigten den beiden Freunden den eigentlichen Weg. Der war viel kürzer als der andere. Auf dem Weg ließen sich die Eltern ein wenig zurückfallen und tuschelten verschwörerisch. „Was macht ihr da?“, fragte Schnuckchen hibbelig. „Wir? Ach nichts. Alles bestens“, lächelte ihnen Schnackis Mutter zu. Die beiden Freunde zuckten kurz mit den Schultern, doch dann schwammen sie weiter. Zu Hause angekommen, wollte Schnacki sofort in die warme Stube, doch sein Papa hielt ihn zurück: „Noch nicht, gleich kannst du rein.“ Dann war der große Moment gekommen: Schnacki und Schnuckchen durften endlich herein. Dort stand die ganze Familie Schnabeltier und gratulierte den mutigen Reisenden: „Ihr habt es geschafft! Juhu! Ihr seid wieder da!“ Nach dem großen Trubel wurden sie beide festgedrückt und gefeiert. Es gab leckeren Fischkuchen, Fischmuffins und noch vieles mehr. Schnacki und Schnuckchen waren sich sicher: Das war eine großartige Reise gewesen! 

ENDE 

Von Jonas B. und Kira H. (Klasse 5)

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Erster Platz des Wettbewerbs „Vielfalt“

Mosaik 

Da bin ich also. 

Ein kleines Stück mit meinen Ecken und Kanten, inmitten von allen anderen. 

Ich befinde mich in der Lücke, in die ich reingehöre, 

die mir zugeteilt wurde, in die ich genau reinpasse, in der ich mich wohl fühle. 

Ich bin Teil des großen Ganzen. 

Genau so wie jedes andere Teil hier. 

Egal ob grün, gelb, blau oder rot, fünf-, sieben- oder neuneckig. 

Egal wie groß oder klein. 

Alle gemeinsam schaffen das Bild. 

Das Bild, was schöner ist, als sich überhaupt jemand vorstellen kann  

und das nur mit jedem einzelnen Teil komplett ist. 

Jede Ecke und jede Kante knüpfen nahtlos an die des nächsten Stückes an. 

Die Lücken des Farbenspiels und dessen Teile sind wie Schlösser und deren Schlüssel. 

Und das funktioniert nur, weil alle Teile die Plätze der Anderen im Bild ebnen, 

und sich gegenseitig Halt geben. 

Nur zusammen bilden alle Teile das große ganze Mosaik. 

Manchmal habe ich das Gefühl wir sind die einzigen, die sehen, 

dass man wirklich alle Teile braucht, jedes einzelne und jedes gleich viel. 

Und wir sind bunt und wir sind laut, 

weil wir uns um die Zukunft sorgen. 

Denn wir wissen über unsere Vergangenheit, 

als versucht wurde, das Mosaik nur aus einigen wenigen Farben bestehen zu lassen. 

Und auch, wenn alles, was übrigblieb, ein kaputtes Bild war, dessen Motiv nun niemand mehr erkennen konnte, halten einige den einfarbigen Weg noch immer für den richtigen. 

Und alles, was wir Einzelteile machen können, ist zu sehen, wie das Bild nach und nach immer mehr an Farbe verliert. 

Denn das Bild beginnt sich immer weiter zu dem damaligen zu formen. 

Man hört die Parolen hallen, sieht die Hetze und erfährt so viel Propaganda, dass keiner mehr weiß, was man überhaupt glauben soll.  

Die Intoleranz wird größer und größer und die meisten sehen einfach zu. 

Wir selbst können das Bild nicht zusammensetzen, keine Teile entnehmen oder neu hinzufügen. 

Und ich verstehe nicht wieso die, die das können, nicht für mehr Farbe kämpfen. 

Sie denken, wir sind verbittert, aber wir sind wütend. 

Wütend, dass die Welt nicht halb so bunt ist wie sie uns versprochen wurde. 

Dass es sich anfühlt, als könne man noch so laut sein, es wird sich doch eh nichts ändern. 

Enttäuscht. 

Enttäuscht, dass es trotzdem so viele gibt die weniger Farbe wollen, auch wenn jeder die Geschichte kennt. 

Aber vor allem sind wir entschlossen. 

Entschlossen, dass wir eine bunte Welt nicht nur wollen, sondern brauchen. 

Entschlossen, dass jeder hier seine Berechtigung hat. 

Und deshalb entschlossen, dass unser Kampf für mehr Farbe so lange weitergeführt wird, bis auch das letzte bisschen Grau in allen Farben des Regenbogens erstrahlt. 

Ein Poetry Slam von Lisa A. (Jahrgang 13)

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Zweiter Platz des Wettbewerbs „Vielfalt“

Gott und der gefallene Engel

Der Himmel und die Hölle, eines wird immer als gut und sündenlos betrachtet und das andere wie die Sünde selbst. Die Menschheit weiß alles über diese Welten, denken sie zumindest.

Kapitel 1

Teufel

Während er durch die Flure geht, um den Brief seiner Herrscherin zu überreichen, hörte er gequälte Schreie nach Hilfe und nach Erbarmen. Als er vor der Tür des Thronsaals stand, war es still. Er klopfte und man hörte eine weibliche Stimme. „Herein!”, rief sie. Er ging rein und kniete sich vor ihr hin und reichte ihr den Brief, den Kopf nach unten. „Ein Brief ist gekommen, für sie.” Sie nahm den Brief und gab ihm ein Zeichen zu gehen. Sie öffnete den Brief und liest ihn gründlich durch.  

Hallo liebe Tochter,

ich will mich mal wieder mit dir treffen. Schließlich haben wir uns lange nicht mehr gesehen. Aber ich weiß das du nicht einfach so kommst. Deswegen wird es was auch für dich geben; die Wahrheit. Wir treffen uns dann Morgen um 15 Uhr zur Teezeit, bei der Adresse *******.

Gruß

Dein Vater

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Ohne uns ist Deutschland leer 

Der folgende Beitrag ist ein Statement der Klasse 8g3 (Schuljahr 2023/24) und spiegelt nicht zwangsläufig die Ansichten der Eichendorffschule oder des Bistums Hildesheim wider.

Unsere Klassen sind vielfältig. Doch wäre das nicht so, wäre zumindest unsere Klasse leer. Ganze sechs Leute wären noch in unserer Klasse, wenn es nach einigen Menschen gehen würde. Genau so ein Plan wurde bei einem Geheimtreffen geschmiedet, das durch Recherchen des Medienhauses CORRECTIV bekannt wurde. 

Bild von einer Schülerin der 8g3 

Am 10. Januar 2024 berichtete das CORRECTIV ihre Rechercheergebnisse unter dem Titel „Geheimplan gegen Deutschland“ (zum Beitrag).

Am 25. November 2023 versammelten sich rechtsextreme Ideengeber, Vertreter der AfD, bekannte Neonazis und wohlhabende Unterstützer der rechten Szene. Das Treffen sollte geheim bleiben, aber ein Reporter war undercover dabei. Das Treffen fand im Landhaus Adlon (Potsdam, Brandenburg) statt. 10 Monate vor den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Der Veranstalter Gernot Mörig, ein ehemaliger Zahnarzt und bekannter Rechtsextremer, suchte die Gäste und das Programm aus, er bat um Spenden, um Projekte wie das von Mitveranstalter Martin Sellner zu unterstützen. 

Kernpunkt des Treffens ist die „Remigration“. Sellner erklärt das Konzept so: Es gebe drei Zielgruppen der Migranten, die Deutschland verlassen sollten: Asylbewerber, Ausländer mit Bleiberecht und „nicht assimilierte Staatsbürger“. Aus seiner Sicht seien letztere das „größte Problem“. Im Grunde läuft es aus eines hinaus: Menschen sollen aus Deutschland verdrängt werden können, wenn sie die falsche Hautfarbe oder Herkunft haben. Auch wenn sie deutsche Staatsbürger sind. Das wäre ein Angriff auf das Grundgesetz. 

In der Runde gibt es Zustimmung zum „Masterplan“. Einige AfD-Teilnehmer betonen ihre langjährige Unterstützung für die Remigrationsidee. Die AfD steht in Umfragen stark da, aber unter Druck des Verfassungsschutzes. Ein Parteiverbot wird diskutiert. Die AfD präsentiert sich öffentlich als demokratische Kraft, doch auf dem Treffen bekennen sich Politikerinnen und Politiker der AfD zu völkischen Idealen. 

Teile der AfD sind eng mit Neo-Nazis und Neuen Rechten vernetzt, was bisher auf Orts- oder Landesebene geschoben wurde. Bei dem Geheimtreffen ist jedoch ein hochrangiger Vertreter der Partei anwesend: Roland Hartwig, ein ehemaliger AfD-Abgeordneter und persönlicher Referent von AfD-Chefin Alice Weidel. 

Unsere Haltung 

Die meisten von uns sind durch TikTok auf den „Geheimplan der AfD“ aufmerksam geworden. Unsere erste Reaktion auf den Plan war oft Panik.  

„Stimmt das?“ 
„Was passiert mit unserer Klasse und unserer Familie?“ 
„Bin ich betroffen?“ 

Das sind nur ein paar der Fragen, die wir uns gestellt haben. Nur sechs von uns hätten hier eine Zukunft. Ist das fair? Wir denken nicht. Jeder hat ein Recht auf eine gute Zukunft, ob deutsch oder nicht. Die meisten aus dieser Klasse sind in Deutschland geboren, wir alle beherrschen die deutsche Sprache und sind hier zuhause. Aber auch diejenigen sollen nach diesem Geheimplan abgeschoben werden. Deutscher Pass hin oder her. Soll der etwa keine Bedeutung mehr haben? 

Auch außerhalb unserer Klasse in unserem Alltag würden viele Menschen fehlen. Die Pizzeria um die Ecke oder auch das griechische Restaurant würde es nicht mehr geben. Die deutsche Wirtschaft würde so nicht mehr existieren, der Fachkräftemangel würde noch größer werden.  

Und die Steuern, die diejenigen Menschen zahlen, die nach dem Geheimplan abgeschoben werden sollen, fließen auch zu der AfD, die sich selbst zwar nicht als rechtsextreme Partei sieht, sich aber auch nicht so stark von dem Geheimtreffen distanziert hat wie andere. Ironisch, oder?  

Und außerdem: So wirklich 100% deutsch ist doch niemand! Alle haben unter ihren Vorfahren irgendwann Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. 

Die ganze Gesellschaft hat zugelassen, dass es soweit gekommen ist. Wir finden, es ist an der Zeit, dass wir klar machen, dass wir deutlich gegen solche „Remigrationspläne“ Haltung zeigen und dies nicht widerstandslos geschehen lassen wollen. 

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Gottes Ruf an Abraham in Bildern

In Jahrgang 6 wurde im Religionsunterricht die Aufgabe gestellt, Gottes Ruf an Abraham in einem Bild darzustellen. Die folgenden drei Ergebnisse zeigen exemplarisch die Gedanken der Schüler*innen.

Emily S. (6g3)

Amelie R. (6g3)

Ella S. (6g3)

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Wenn die Sterne zu weit weg sind…

Bei dem folgenden Text handelt es sich um einen Beitrag zum Schreibwettbewerb „Schule gestern – heute – morgen“.
Die Autorin Liliane J. aus Jahrgang 11 erreichte mit ihrem Text den ersten Platz. Herzlichen Glückwunsch!

„Irgendwie kann heutzutage alles fliegen.“ Eine fremde ältere Dame mit Brille und Kaffeebecher schaut nach oben. Sie verfolgt ganz fasziniert den schwebenden Bus, der jetzt mit einem leisen Summen an der Haltestelle sanft zum Stehen kommt. Der funkelnagelneue Bus, mit dem er heute das erste Mal zur Schule fährt, wirkt auf Aron gigantisch. Heute geht er zum aller ersten Mal in die neue Schule. Heute fliegt er auch das allererste Mal mit dem Schulbus. Heute und davon ist Aron felsenfest überzeugt, heute wird einfach phänomenal.

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Schule früher, jetzt und morgen

Bei dem folgenden Text handelt es sich um einen Beitrag zum Schreibwettbewerb „Schule gestern – heute – morgen“.
Die Autorin Sarah F. aus Jahrgang 7 erreichte mit ihrem Text den dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Das Thema Schule früher, jetzt und morgen,
wird verbunden mit Spaß, aber auch Kummer und Sorgen.
Wir stellen viele, lange Fragen,
Doch wer kann uns die Antwort sagen?

Schule früher, lang ist´s her,
bemühten sich Lehrkräfte und Schüler sehr.
Die Lehrer lehrten mit viel Fleiß,
die Kinder lauschten aufmerksam und leis.

Auf eine saubere Schrift wurde sehr geachtet,
und das Schreiben mit der linken Hand verachtet.
Die Pauke saß, der Stock erhoben,
ein Fehler wurde hart bestraft, das will man nicht erproben.

Heute ist die Schule bunter und modern,
mit Smartboards, Tablets und digitalem Ler´n.
Wir tippen und scrollen mit viel Spaß,
und haben heute ein viel kleineres Maß.

Aber geht es noch besser, oder ist es so gut,
Auf jeden Fall steht fest, wir brauchen Zuversicht und Mut.
Denn egal was die Welt noch alles kreiert,
Jetzt weiß noch keiner, was  alles passsiert.

Manch einer glaubt, dass es statt Lehrern Roboter gibt,
und dass dieser auf jede Frage eine Antwort hinkriegt.
Manch anderer glaubt, wir fliegen zur Schule, wie im Traum,
doch vorstellen kann man sich das nur kaum.

Doch egal, wie sich die Schule wandelt und dreht,
das wichtigste bleibt, dass man gerne hingeht.
Und dringend muss die Freude am Lernen bleiben,
denn nur so können wir die Welt begreifen und vorantreiben.

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Früher war die Schule klein

Bei dem folgenden Text handelt es sich um einen Beitrag zum Schreibwettbewerb „Schule gestern – heute – morgen“.
Die Autorin Pia-Maria W. aus Jahrgang 7 erreichte mit ihrem Text den zweiten Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Früher war die Schule klein,
weniger Lehrer waren auch dabei.

Heute kann sich alles fügen,
mit Vergnügen.
Höflichkeit und Hoffnung schwindet
schnell, kommt nie zurück.

In der Zukunft kann es leichter werden,
moderner und die 1 zum Greifen nah, doch so faul,
wie wir werden, liegen wir nur da.

Warum keine 1, sondern eine 2?
Gute Noten werden schlecht
gemacht, doch sind sie wirklich
schlecht, dann haben sie das Recht
mich anzuschrein.
Nein, das kann nicht richtig sein.
Setz dich mit mir hin, hilf mir,
lass es mich verstehn. Doch schrei
mich nicht an, das ertrag ich nicht.

Früher war die Schule schwer
gelernt haben sie ohne Gnade,
und ich sage es auch noch mal,
die Lehrer waren fürchterlich.
Auf Holz gekniet sitzen da die
Schüler. Wegen Hausaufgaben.
Wirklich?
Nur wegen ein paar Zeilen sitz
ich hier, ich bin dumm, ich
schäme mich.

Die Gedanken waren, sind und
werden immer die gleichen sein.
Leid wird von innen ausgestrahlt,
das Lächeln wird nur aufgesetzt.

Heute ist die Schule leichter,
doch lernen? Nein! Warum sollte
ich?
Ich bleibe lieber faul sitzen, es
hat eh keinen Sinn mehr! Ich
krieg eh nur schlechte Noten
das kann ich halt nicht ändern.

Später wird es noch leichter,
moderner, die Lehrer fügen sich.
Doch die 1 ganz leicht zu
schaffen oder? Viel Druck
und auch so leicht, geschafft
hab ich’s totzdem nicht,
der Druck war es nicht, nein
das war nur die Ausrede.

Zwischen früher, heute
und später gibt es auch Gemeinsamkeiten:

Gedanken:
Ich bin dumm
Sie haben alle Recht
Ich schaff das nicht
Ich bin eine Enttäuschung

Gefühle:
traurig
Angst für Enttäuschungen,
Klassenarbeiten, Tests

Resultate:
Alle meine Ängste, Gefühle, Gedanken und
die Meinung anderer hatten Einfluss darauf,
was meine war.

Es gibt nur eine gute
Note, die 1. Die 2 ist
hinnehmbar, die 3 ist
schlecht, kaum auszuhalten
ist die Enttäuschung beim Unterschreiben.
Die 4 ist ein Albtraum,
noch einmal bringst du mir
sowas nicht nach Hause, raus
aus diesem Raum.
Eine 5, undenkbar.
Das war das letzte Mal!
Hausarrest, der Urlaub ist
gestrichen, alles wird gestrichen!
Enttäuschung, wütend, verärgert.
Habe ich ein dummes
Kind?
Eine 6, jetzt ist es aus, das
wars, ich habs gewusst,
mein Kind ist dumm, Geschrei
Tritt jetzt sehr schnell auf.

Früher war es schwer, was
die Noten nicht spiegeln.

Heute ist es leichter, was
nicht zu sehen ist.

Später wird es so leicht sein,
dass die 1 schon zu dir
hinfliegt, doch…

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Träumerische Nacht

In träumerischer Nacht, voll Glanz und Licht,
erlangen die Träume Flügel und Gesicht.
Sie schweben durch die Köpfe von jung und alt,
erzählen Geschichten, oft tief verborgen im Wald.

Im Traum sind wir frei, leuchten wie ein Stern,
erleben Dinge, von der Sterblichkeit fern.
Sie zeigen uns Welten, die es nicht gibt,
und manches, das tief in unserem Herzen liegt.

Träume malen Bilder, wie von Künstlerhand,
in jedem noch so kleinem Land.
Sie sind der Stoff, aus dem der Schlaf besteht,
und schaffen Magie, die nie vergeht.

Sie füllen unsere Nacht mit Farben, wie einen Regenbogen,
lassen uns verzaubern wie den Sternenhimmel oben.
So lasst uns träumen, tanzen im Schlafgewand,
Hand in Hand, den Fluss der Fantasie entlang.

von Sarah F., 7g2

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