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Autor: Franziska Machalitza-Grunert

Der Kampf ums iPhone

In riesigen Scharen warten sie tagelang vor den Läden. Bürger, die gespannt wie ein Bogen auf die Eröffnung des Ladens warten, nur um von sich behaupten zu können, als einer der Ersten das neue IPhone bekommen zu haben. Viele haben Zelte und Liegen dabei, um auch in der Nacht weiter warten zu können, denn daraus werden ihre nächsten Tage und Nächte bestehen: Warten. Wer darauf keinen Bock hat, kann einfach einen professionellen Wärter, oder wie auch immer die Leute heißen, die für einen warten, dafür bezahlen an seiner Stelle zu stehen. Man gibt also Geld aus, um noch früher als alle anderen Geld ausgeben zu können. Sehr gutes Konzept. Ich mein, die Wärter freuen sich bestimmt, fürs Stehen bezahlt zu werden.

Wird der Laden dann endlich nach tagelangem Warten geöffnet, geht es mit dem Kampf um Leben und Tod auch schon los. Wie wilde Tiere stürmen sie in den Laden, die kleinen Fanboys, und walzen alles nieder, was nicht niet- und nagelfest ist. Sobald dann alle der Smartphones verkauft sind, was so etwa beim sechsten Kunden sein dürfte, beginnt erst der richtige Kampf. Erwachsene Menschen prügeln sich um ein Handy, werfen mit allem, was sie finden, das ein oder andere Kind wird wohl auch schon geflogen sein. Die Glücklichen, die eins haben, verschwinden durch Ausgänge, von denen die Mitarbeiter nicht mal was wussten, und ein paar Minuten darauf sieht man schon die ersten Anzeigen für ein überteuertes iPhone auf Ebay. Man muss aber sagen, dass es jedes Jahr wieder schön ist, die gleichen Leute um das gleiche Handy kämpfen zu sehen, zu diesem Spektakel kann man schon mal die ganze Familie einladen und die verstaubte Popcornmaschine aus dem Schrank holen.

Thema: Satire zum Thema „Konsumgier und Sensationslust“
Von: Daniel G., 10G1

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Trash-TV – beliebt und trotzdem peinlich?

Keifende Möchtegern-C-Promis in einer Millionenvilla – Passt das zusammen? Für die 3 Millionen Fans der Sat1-Reality-Show „Promis unter Palmen“ definitiv ja.

„Für Geld mache ich alles“, so lautet das Motto der Show, bei der es darum geht, sich bei bescheuerten Challenges gegen die anderen Hohlköpfe durchzusetzen – und dieses bestätigt sich auch anhand der realitätsfernen und selbstverliebten Teilnehmer. Beziehungsdrama, Alkoholkonsum, Lästereien und homophobe Äußerungen – das steht bei ihnen an der Tagesordnung. Dem Zuschauer gefällt die toxische Mobbing-Dynamik, wahrscheinlich um sich selbst vor dem Fernseher darüber klar zu werden, wie vernünftig und zivilisiert das eigene Leben doch ist. Sich am Stress anderer aufgeilen, ein Phänomen, was bei Menschen schon immer präsent war. Wobei das ganze teilweise schon zu Fremdscham übergeht, wenn im Free-Tv betrunkenen, knapp 60-jährigen von männlichen Mitstreitern unter den Rock gegriffen wird – und das auch noch vor laufender Kamera. Ob die Scham verhältnismäßig zu der dafür erhaltenen Gage und Berühmtheit ist, das werden die Stars und Sternchen uns wohl kaum verraten.

Stellt sich nur noch die Frage, was dabei schlimmer ist: An dieser freiwilligen Bloßstellung teilnehmen oder sie sich in seiner Freizeit zur Unterhaltung reinziehen. Möglich ist dies noch lange im Nachhinein, denn die besten Clips lassen sich noch immer auf YouTube finden – und unbeliebt sind sie mit bis zu einer Millionen Aufrufe nicht gerade. Auch die Kommentare bieten da eine perfekte Möglichkeit, sich die Mäuler über die sich wichtigtuenden Celebrities zu zerreißen. Anmerkungen wie „Ich muss mir meine Augen mit Seife auswaschen“ bestätigen doch eigentlich, wie peinlich den Zuschauern das dortige Geschehen ist, angeguckt wird es sich trotzdem.

Thema: Satire zum Thema „Konsumgier und Sensationslust“
Von: Anna W. und Mayrah K., 10G1

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Die zwei Brüder

Das Märchen beginnt mit zwei Brüdern.

Enden wird es mit einem Stein und einem blühenden Strauch.

Zwei Brüder, sie hätten unterschiedlicher nicht sein können, ließen sich wohl am besten mit ihren Gedanken beim Spiel beschreiben: einer von ihnen musste immer und überall der Gewinner sein. Am schnellsten laufen, am höchsten springen, am härtesten schlagen… sonst war das Spiel für ihn umsonst gewesen. Der andere Bruder jedoch, viel ruhiger als der Erste, sah das Spiel viel eher als das, was es war: ein Spiel.

Auch er hatte, so kann man sagen, einen Ehrgeiz entwickelt. Doch war es sein Hauptanliegen, zu lernen. Es ging ihm nicht darum, einen Anderen zu besiegen, nicht darum, von allen für seine Leistungen gelobt zu werden. Er wollte lernen. Erfahrungen sammeln und an sich selbst wachsen.

Mit diesen Lebenseinstellungen aus Kindertagen gingen sie ihre Wege. Der Eine immer im Kampf, immer in Konkurrenz. Die Suche nach dem nächsten Geschäft, nach dem besten Profit, machte ihn blind und kalt für seine Mitmenschen. Der Andere ging mit offenen Augen durch die Welt, sah das Funkeln in den Augen der Kinder und behielt sein eigenes Funkeln in den Augen, während sein Bruder mit der Zeit grau zu werden schien…

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Alle Feuer brennen einmal aus

Kennt ihr das Lied vom Tod? Lasst es mich euch erzählen.

Das Lied vom Tod klingt wie das Knistern und Knacken und Zischen eines Feuers, das immer langsamer wird und langsam erlischt.

Es war einmal ein kleines Mädchen, das kletterte auf den Schoß seiner Mutter.

„Mama, liebe Mama?“, fragte es.

Die junge Frau legte ihr Buch beiseite und nahm ihr Mädchen in den Arm. Nachdem die Mutter ihr Kind gefragt hatte, was ihm denn auf dem Herzen läge, fragte das Mädchen: „Was ist der Tod?“

Es war so eine kurze Frage und doch brachte sie die Frau zum Nachdenken.

„Kindchen, in unser aller Herzen brennt ein Feuer, das lodert und leuchtet und knackt und zischt. Es brennt lichterloh und sprüht Funken und es ist warm. Einmal muss jedoch jedes Feuer ausgehen, dann wird es gelöscht, es wärmt nicht mehr. Es ist kalt wie ein Grabstein.“

Das Mädchen wurde traurig. Wen interessierte schon ein ausgebranntes Feuer?

„Aber Mutter, ein Feuer, das nicht mehr brennt? Wen interessiert das schon? Ihr werdet mich doch nicht vergessen oder?“

„Aber Liebes, nimmer werden wir unser liebes Kind vergessen. Wenn ein Feuer ausbrennt, ist es ja nicht weg, etwas Asche bleibt doch übrig. Und sag mir, Du erinnerst dich doch auch lieber an das Leben, an das Feuer und nicht an die Asche und die Grabsteine der Menschen, die wir verloren haben und noch verlieren werden?“

Und einen Moment konnte man die Funken, die von ihren Feuern sprühten, im ganzen Raum sehen. Es waren so viele und sie waren so hell, dass nicht einmal der Tod jede von ihnen bekommen könnte.

Helene M., 10G1

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Herzlich Willkommen

auf dem Weblog „Eichendorff Kreativ“!

Hier findet ihr geschriebene, getippte, gemalte, gezeichnete und gefilmte Produkte der Schüler und Schülerinnen der Eichendorffschule in Wolfsburg. Ihr könnt rechts in der Navigation eine Kategorie wählen oder euch die aktuellsten Artikel ansehen, scrollt dazu einfach weiter. Wenn euch ein Artikel oder ein Bild besonders gefällt, könnt ihr auch gern einen Kommentar da lassen!

Mehr über unsere Schule erfahrt ihr hier.

Viel Spaß wünscht euch
das Kreativ-Team der Eichendorffschule Wolfsburg

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Sonne, Pferde, viele Siege

Vom 18.05. bis zum 19.05.2019 lud der Reit- und Fahrverein Breitenrode zum Jubiläumsturnier ein. Dieses fand bei strahlendem Sonnenschein auf dem Gelände des Drömlingshofes am Krauchberg in Breitenrode statt. Es wurden verschiedene Prüfungen in Dressur und Springen angeboten.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Reitvereins, der mit 210 Mitgliedern der größte in Sachsen-Anhalt ist, wurden auf dem Turnier 27 Prüfungen angeboten. Zur Freude der Vorsitzenden Uschi Emmerich gingen insgesamt rund 700 Nennungen ein. Es traten 300 Pferde und Ponys mit erfahrenen und unerfahren Reitern an. Im Bereich Dressur reichte das Spektrum von der Führzügelklasse für die Anfänger bis hin zur schweren S*-Dressur. Gesprungen wurden Prüfungen vom Springreiterwettbewerb bis zum M*-Springen. Vier separate Prüfungen richteten sich an junge Pferde mit noch wenig Turniererfahrung. Außerdem gab es Prüfungen die durch eine Kür mit passender Musik abgerundet wurden.

Die jüngste Teilnehmerin war Lina Kunz (5 Jahre) auf „Dornröschen“ mit einer sehr guten Leistung in der Führzügelklasse. Bei den Springreitern siegte im Springreiterwettbewerb Viktoria Hilger auf „Nawajo“ und in der schwersten Klasse M* Jens Kampe auf „Lea vom Neumühler Hof“. Sportlicher Höhepunkt war die großartige Kür der späteren Siegerin Nadine Güssow in der S*-Dressur auf „Lorenzio“.

In einem Interview äußerte Frau Emmerich bewegt, der emotionalste Moment des Wochenendes sei für sie ohne Zweifel die unerwartete Ankunft ihrer 83 Jahre alten an Demenz erkrankten Mutter gewesen. So konnte die Familie dieses Ereignis gemeinsam erleben.

Die gesamte Organisation der Veranstaltung lag in den erfahrenen Händen des Vereinsvorstands, wobei alle Mitglieder in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden unterstützten. Das gesamte Gelände war blitzsauber hergerichtet. Auch für Essen und Getränke wurde durch die Vereinsmitglieder gesorgt. Verschiedene Anbieter mit ihren Ständen reihten sich ein. Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz. Als besonderes Angebot konnten die Dienste einer professionellen Sportfotografin in Anspruch genommen werden.

Nach diesem Wochenende werden den Veranstaltern, den Zuschauern und den Teilnehmern viele intensive und schöne Erinnerungen bleiben, die durch die gesammelten Schleifen und Preise unterstützt werden, gab eine Teilnehmerin an.

Klara T., 7G3

Mit dem Beitrag nahm Klara am 5. DUDEN Schreibwettbewerb in der Kategorie „Bericht“ teil. Klaras Text erreichte den ersten Platz, herzlichen Glückwunsch!

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